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Rundwanderweg Döberitzer Heide

Wilde Tiere leben gleich vor den Toren der Millionenmetropole Berlin. Auf der riesigen Fläche des einstigen Truppenübungsplatzes Döberitz huscht Rotwild durch das Unterholz, Przewalski-Pferde ziehen über die sandige Heidelandschaft und Wisente ruhen im Schatten der Bäume.

Sie erreichen den Rundweg über einen kurzen Stichweg vom Parkplatz Elstal. Bereits zu Beginn hält Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide, was der Name verspricht. Heidekraut und struppiger Ginster dominieren das Bild. Im Mai taucht die Ginsterblüte die Heide in ein leuchtendes Gelb.

Im August, zur Heideblüte, wandelt sich die Landschaft in einen rosaroten Blütenteppich. Durch die fast baumlose Landschaft schlängelt sich der Weg immer am Zaun der Kernzone entlang. Dahinter liegt das Reich der Wisente und Przewalski-Pferde.

100 Jahre lang lichtete schweres Militärgerät die Landschaft aus, heute halten die großen Pflanzenfresser die Vegetation kurz und bewahren so ganz naturnah das kleinteilige Mosaik verschiedener Lebensräume. Am Rastplatz „Wüste“ haben Sie einen ungehinderten Blick über die alte Panzerschießbahn bis zum Ferbitzer Bruch mit seinen artenreichen Feuchtbiotopen. Das Dorf Ferbitz fiel 1936 der militärischen Nutzung zum Opfer und liegt heute wüst am Wegesrand.

Im südlichen Teil der Döberitzer Heide geht es auf und ab und immer wieder tauchen Sie in jungen Mischwald ein, der Sie bis zum Aussichtsturm begleitet. Auf der Aussichtsplattform empfängt Sie ein herrlicher Weitblick ins Havelland und bis zur Stadtmitte Berlin. Entlang des Weges lassen sich die Narben der jahrelangen Gefechtsübungen noch gut erkennen. Besonders im nördlichen Bereich können Sie viele überwucherte Bunker und zerfallene Unterstände entdecken. Daneben grasen kontrastreich Schafe und Ziegen. Die Fläche außerhalb der Kernzone wird mit verschiedenen Nutztieren beweidet. Hier pflegen auch Heckrinder, Esel und Konik-Pferde die Landschaft.

Verlauf

Start/Ziel: Parkplatz Döberitzer Heide

Rastplätze:
- Wolfsberg
- Wüste
- Aussichtsturm
- Plettenberg
- Hasenheide
- Giebelfenn
- Nordheide

Geeignet für:
Wanderweg für Familien anspruchsvolle Wanderer

Länge
22 km
Beschaffenheit

Sonnig/schattig:   
sonnig: 16,1Km
schattig: 7,0Km

Wegbeschaffenheit:   
befestigt:  1Km
unbefestigt: 22,1Km

Anbindung

Anbindung an den Nahverkehr

  • Elstal RE 4 (Rathenow - Ludwigsfelde) und RB 13 (Wustermark - Spandau)
Empfehlung

TIPP: In der Nordheide halten sich die tierischen Landschaftspfleger besonders gern auf und Sie haben die beste Chance auf eine Begegnung mit Wildpferden und Wisenten.

Wanderjenosse

Entdeckungen gibt es viele

Für Menschen, die genau hinschauen; die Understatement schätzen, die werden Brandenburg und speziell das Havelland als Wanderegion lieben. Keine andere Gegend gibt der Natur so viel Raum, zeigt erst auf dem zweiten Blick sein wahres Gesicht. Nehmen Sie sich Zeit für kleine Abenteuer und Entdeckungen.

Der Wanderjenosse hat das Havelland erkundet und seine Eindrücke in Wort und Bild liebevoll für Sie festgehalten.

www.wanderjenosse.de