Im Herzen der Brandenburger Gewässer liegt, vom kühlen Nass umgeben, das über tausend Jahre alte Stadt Brandenburg a. d. Havel – ein wahrhaft historisches Fleckchen Erde. Die Stadt, die dem Land ihren Namen gab, ist heute ein beliebter Treffpunkt für Wassersportler und so reich an Sehenswürdigkeiten, dass Sie sich ruhig mehr als einen Tag Zeit nehmen sollten, um mit Muße die wechselvolle Geschichte Brandenburgs a. d. Havel auf sich wirken zu lassen.
Den Dom St. Peter und Paul, der nach fast achtzigjähriger Bauzeit um 1240 als dreischiffige Pfeilerbasilika mit Querschiff vollendet wurde, sollte bei einem ausgedehnten Stadtrundgang ebenso wenig fehlen, wie die Besichtigung des altstädtischen Rathauses mit Roland oder ein Besuch der zahlreichen Kirchen, Kapellen und Klöster der Stadt (so z. B. die Gotthardtkirche, Katharinenkirche, St. Nikolaikirche oder die Petrikapelle am Dom).
Ein beliebtes Ausflugsziel ist auch die alte Stadtbefestigung mit den noch erhaltenen Teilen der Stadtmauer, Weichhäusern und den vier Tortürmen. Museumsfreunde sollten das Dommuseum, das Industriemuseum oder auch das Straßenbahnmuseum der Stadt nicht missen.
Wenn es Sie dann aufs Wasser zieht, stehen ihn alle Himmelsrichtungen offen, um von Brandenburg a . d. Havel aus in See zu stechen. Die Brandenburger Gewässer sind ein ideales Revier für alle Wassersportarten. Für Freunde des Segelsports empfehlen sich insbesondere die westlich der Stadt gelegenen Breitlingsee und Plauersee, wo sich bei Westwind ein starker Wellengang entwickelt. Von dort gelangen sie weiter in Richtung Untere Havel zum Naturpark Westhavelland.
Nördlich von Brandenburg a .d. Havel mündet die Niederhavel in den Beetzsee, der als Urlaubsziel eine lange Tradition hat und bekannt ist für seine guten Camping- und Wassersportmöglichkeiten. Hier besteht ebenso wie auf dem Möserschen See die Möglichkeit, Wasserski zu fahren.
Verlassen Sie die Stadt in östliche Richtung, können Sie Ihre Wassertour entweder in Richtung der reizvollen Park- und Schlösserlandschaft des Potsdamer Havelseengebiets fortsetzen oder verlassen die Havel kurz hinter Brandenburg a . d. Havel nach Süden, um dort einen Abstecher in die seichten Emster Gewässer zu machen.
Wenn Sie die Emster Gewässer befahren, sollten Sie in jedem Fall einen Zwischenstopp in Lehnin einlegen, um dort das älteste Zisterzienserkloster der Mark Brandenburg, 1180 von Markgraf Otto I. gegründet, zu besuchen. Auch lohnt es sich, die Klosterkirche im Ort aufzusuchen, die 1180 im romanischen Stil begonnen und 1261 gotisch beendet wurde.